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Jahresbericht



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Vorwort des Präsidenten:

Sehr diskret

Welche Rolle spielt die Schweizerische Bibelgesellschaft (SB) auf der weltweiten Bühne? Wie sich 2010 in Seoul klar zeigte, zählt sie nicht zu den Hauptdarstellern auf dieser Bühne, zur Regie schon gar nicht. Ähnlich wie in der UNO gehört die Schweiz zu den kleinen Mitgliedern. Trotzdem ist sie auf dieser weltweiten Bühne ein Partner, der gehört wird und dazugehört.

Vom 20. bis 24. September 2010 fand die 8. Konferenz des Weltbundes der Bibelgesellschaften in Seoul, Südkorea statt. Margun Welskopf vom Vorstand der SB und Eva Thomi von der Geschäftsleitung waren dabei. Was in Seoul deutlich wurde: Es ist ein eindrückliches und ermutigendes Erlebnis, Teil einer wirklich globalen Organisation zu sein, die an ihrem Auftrag festhält und beharrlich das Ziel verfolgt, Menschen den Zugang zur Bibel zu ermöglichen.

Welche Rolle spielt die SB? Diese Frage stellen sich der Vorstand und die Geschäftsleitung immer wieder mit Blick auf die Spendenlandschaft Schweiz, aber auch auf das "Konzert" der kirchlichen Werke. Der Befund ist sehr ähnlich: Wir gehören nicht zu den "Tenören". Es scheint in Zukunft eher noch schwieriger zu werden, gehört und beachtet zu werden. Dass Brot für alle die SB aus dem Kreis der unterstützten Organisationen gestrichen hat, war schmerzhaft - nicht nur wegen den finanziellen Folgen.

Unser Auftrag gehört zum Fundament der christlichen Kirchen. Darum tut es gut, wenn Ereignisse wie Seoul uns daran erinnern: Wir sind an einer Sache beteiligt, die von sehr vielen Partnerinnen und Partnern mitgetragen wird; sie steht und fällt zwar nicht mit dem, was wir zustande bringen. Trotzdem sind wir überzeugt: Wir sind wichtig!

Wir haben uns sehr darüber gefreut, dass an der Delegiertenversammlung 2010 mit Pfarrer Michael Baumann aus Dorf/ZH ein neues Mitglied in den Vorstand gewählt wurde. Der Wunsch, auch die Evangelisch-reformierte Landeskirche Zürich gut im strategischen Organ der SB zu verankern, ist damit in Erfüllung gegangen.

Ich danke an dieser Stelle vor allem den Spenderinnen und Spendern sowie den Verantwortlichen in unseren Mitgliederorganisationen, dass sie uns immer wieder klar machen: Es braucht den Einsatz der SB, sie trägt ihren Teil zur Verbreitung der Bibel bei. Ebenso danke ich den Kolleginnen und Kollegen im Vorstand und dem ganzen Team in Biel. Sie erfüllen zuversichtlich und engagiert ihren Anteil an der Verantwortung.

Jakob Bösch

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